Mein Hard-Switch zu Linux
Mein Hard-Switch zu Linux: Warum CachyOS mein Windows 11 ersetzt hat
Seit November 2025 ist Windows 11 Geschichte auf meinem Rechner.
Ich bin komplett auf CachyOS umgestiegen. Warum? Weil ich als Gamer keine Lust mehr auf Bloatware hatte und wissen wollte, was Linux heute wirklich leisten kann. Spoiler: Es läuft besser als gedacht.
1. Vorbereitung & Bios-Tricks
Der Umstieg beginnt im Kopf – und bei YouTube. Nachdem ich mich eingelesen hatte, habe ich mir die ISO direkt bei CachyOS gezogen. Für den Boot-Stick ist Rufus unter Windows immer noch die stabilste Wahl.
Wichtig: Die BIOS-Hürden nehmen
Bevor Linux bootet, musst du deiner Hardware „erlauben“, Vollgas zu geben:
* Secure Boot: AUS (Damit der Kernel ohne Microsoft-Signatur laden kann).
* Above 4G Decoding: AN.
* Resizable BAR: AN. Gerade für Nvidia-Karten ist das der „Power-Knopf“, um den Videospeicher effizienter zu nutzen.
2. Die „jungfräuliche“ Installation
Ich wollte ein sauberes System. Im Live-Modus habe ich mit GParted kurzen Prozess gemacht: Beide NVMe-Platten komplett gelöscht, Partitionstabelle auf GPT gestellt und keine Vor-Formatierung gewählt.
Die eigentliche Installation dauerte gerade mal 15 Minuten. Als Bootloader habe ich den modernen systemd-boot (im Installer oft unter dem Namen „LIMES“ zu finden) gewählt. Stick raus, Neustart – und der PC war schneller im Desktop, als mein Monitor das Bild aufbauen konnte.
3. Deep Dive: Proton – Das Herzstück des Linux-Gamings
Das größte Vorurteil ist immer noch: „Auf Linux laufen keine Windows-Spiele.“ Dank Proton (einer Kompatibilitätsschicht von Valve) stimmt das nicht mehr. Aber man muss wissen, welche Version man nutzt.
Warum die Proton-Wahl entscheidend ist
Jedes Spiel reagiert anders. In Steam gehe ich bei jedem Titel auf Eigenschaften -> Kompatibilität und wähle manuell eine Version aus
Ein wichtiger Punkt: Der Shader-Cache
Wenn ihr ein Spiel das erste Mal startet, lädt CachyOS die Shader oft kurz auf die Platte (HDD/SSD). Erschreckt euch nicht: Der erste Start dauert einen Moment länger und es kann kurz ruckeln. Aber sobald die Shader einmal kompiliert sind, läuft das Spiel oft stabiler und mit besseren Frametimes als unter Windows.
4. Mein CachyOS Workflow & Gaming-Setup
Nach der Installation ist vor dem Zocken. Das CachyOS Hello Tool ist hier dein bester Freund:
System Tweaks: Ich habe im „Hello“-Menü alle Performance-Optionen aktiviert. Das optimiert den Kernel (z.B. den BORE-Scheduler) für maximale FPS.
Gaming-Apps: Über das Tool habe ich Steam, Lutris und Discord direkt mit einem Klick installiert.
Autoupdates: Einmal eingerichtet, hält sich das System im Hintergrund selbst aktuell.
Meine aktuelle Test-Liste:
BeamNG.drive: Läuft butterweich mit Proton Experimental.
Teardown: Die Zerstörungs-Physik fühlt sich unter CachyOS extrem direkt an.
Gang Beasts & Wobbly Life: Perfekt für den Feierabend, keine Abstürze.
Fazit: Lohnt sich der Wechsel?
Ja! Wer bereit ist, sich 30 Minuten mit BIOS und Proton zu beschäftigen, wird mit einem System belohnt, das privater, schneller und mittlerweile absolut gaming-tauglich ist. CachyOS holt durch seine CPU-Optimierungen (v3/v4 Pakete) das Letzte aus der Hardware raus.
Wie geht es weiter?
Demnächst veröffentliche ich hier meine Lieblings-Einstellungen (Launch Options) für die einzelnen Spiele, um noch mehr FPS rauszukitzeln.
Soll ich dir zeigen, wie man GE-Proton installiert, um auch die letzten Problem-Spiele zum Laufen zu bringen?
Klar 😄 hier ist ein kurzer, lockerer Blog-Text, der deine Hardware gut rüberbringt – technisch, aber nicht trocken:
Meine aktuelle Hardware – schnell, leise und zukunftssicher
In meinem aktuellen Setup steckt ordentlich Power, ohne dabei unnötig zu übertreiben. Das Herzstück bildet ein Intel Core i7-11700F, der mit seinen 8 Kernen und 16 Threads selbst bei anspruchsvollen Aufgaben wie Video-Encoding, Virtualisierung oder Gaming zuverlässig abliefert. Unterstützt wird die CPU von satten 64 GB RAM, was Multitasking zum Kinderspiel macht – selbst mit vielen offenen Programmen bleibt alles angenehm flüssig.
Beim Speicher setze ich auf Geschwindigkeit und Redundanz. Als Systemlaufwerk dient eine extrem schnelle Samsung 990 Pro NVMe mit 1 TB, ergänzt durch eine SanDisk 250 GB NVMe sowie drei 512-GB-SSDs von SanDisk und Acer (P5 625S). Das sorgt für kurze Ladezeiten, schnelle Backups und genug Platz für Projekte, Medien und Games.
Für die Grafik ist eine Gigabyte RTX 5060 Eagle im Einsatz. Sie bietet genügend Leistung für moderne Spiele, GPU-beschleunigte Anwendungen und kreative Workflows – und bleibt dabei angenehm effizient. Als Monitor nutze ich den Acer Z35P, ein ultrabreites Curved-Display, das besonders beim Arbeiten, Zocken und Videoschneiden seine Stärken ausspielt.
Abgerundet wird das Setup durch ein Blu-ray-Laufwerk, ideal für Archive, Backups oder einfach nostalgische Filmabende. Insgesamt ist das System ein ausgewogener Mix aus Performance, Alltagstauglichkeit und Zukunftssicherheit – genau so, wie ich es mag. 🚀